Historie

Geschichte der Leichtathletik in Löhnberg

 

In den ersten Jahren war die Leichtathletik beim TuS Löhnberg eine Untergruppe der Turnabteilung. Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich langsam die Leichtathletik in der Gemeinde an der Laneburg. So bildeten in den 50er Jahren Athleten wie Harald Leichthammer, Rolf Reebs, Otto Chmura und Otto Riedl eine erfolgreiche Gruppe von jungen Langstreckenläufern. Ab 1958 nahm die Sportart Leichtathletik mit dem Gewinn von Franz Niederweis als sportlichen Leiter langsam Fahrt auf. Es bildete sich eine Jedermanngruppe bestehend aus ehemaligen Aktiven, die sich jetzt wöchentlich zum Training traf und die immer größer werdende Gruppe der Aktiven unterstützte. Mit der Eröffnung der kleinen Anlage am Windhof in Weilburg mit einer kleinen 333-Meter-Rundbahn waren zum ersten Mal gute Voraussetzungen für einen geregelten Trainingsablauf in der näheren Umgebung gegeben.

Harald Leichthammer

Rolf Reebs kehrte 1962 nach zwei Jahren Wettkampfpause zu seinem Heimatverein zurück und brachte die ersten Spitzenergebnisse von hessischen, süddeutschen und deutschen Meisterschaften mit. Im Soge des Mehrkämpfers Reebs verbesserten sich Athleten wie Hermann Wiesner oder Ernst Diesterweg, der Anfang der 60er Jahre einer der schnellsten Sprinter in Deutschland war. Die Fünfkampfmannschaft um Rolf Reebs, Klaus Stolle, Hermann Primer, Gotthard Riedel, Hermann Wiesner und Uli Velten gehörte in dieser Zeit zur absoluten hessischen Spitzenklasse.

Rolf Reebs beim Stabhochsprung

Als sich einige Leistungsträger Anfang der 70er Jahre aus beruflichen, gesundheitlichen und anderen Gründen aus der aktiven Arbeit für die Leichtathletik im TuS Löhnberg zurückzogen, war die erfolgreichste Zeit dieser Sportart vorbei. Hermann Wiesner und Jörg Zoll versuchten zwar mit Talenten aus dem Schülerbereich und mit der Gründung einer Teamgemeinschaft mit Athleten aus Kubach einen Neustart. Allerdings war es nicht leicht, in dieser Zeit Jugendliche für eine Individualsportart zu gewinnen.

Der Nachwuchs 1977

Dennoch war der Löhnberger Leichtathletik-Nachwuchs zwischen den 70er und 90er Jahren auf Kreis- und Bezirksebene erfolgreich unterwegs. Mit Thomas Müller, Jürgen Steup, Oliver Müller, Andreas Knetsch, Stefan Schütz, Jörg Schäfer, Heinz-Peter Schamp, Götz Bender, Stefan Klötzl, S. Friedrich, Henry Nousch, Christine Pasold und Petra Schätzle hatte der TuS einige Meister in seinen eigenen Reihen. Später stießen leistungsstarke Jugendliche wie Andrea Ringsdorf, Manuela Weber, Jörg Zoll, Michael Lang, Alexandra Krause, Holger Späth, Andre Keiner und Oliver Müller dazu. In den 90er Jahren wurden die letzten Meistertitel durch Matthias Kirchhöfer, Marco Streubel, Boris Detzel, Michael Seck, Alexander Riewe, Moritz Benner und Tim Niklas Zacke errungen. Rückwirkend ist festzustellen, dass von 1973 bis 1985 die Schülerinnen und Schüler des TuS sowohl im Kreis als auch im Bezirk zu den stärksten Leichtathleten gehörten.

Lauftraining in den 80er Jahren

Die neue Sportanlage wurde seit Anfang der 90er Jahre bis zum Jahr 2017 vom TuS-Nachwuchs nicht genutzt. Es bleibt zu hoffen, dass die neu gegründete Leichtathletikabteilung an glorreiche Zeiten anknüpfen kann. Mit Christoph Hubert findet sich jedoch schon ein zweifacher Kreismeister der Senioren aus dem Jahr 2016 in den Disziplinen Hochsprung und Diskuswurf in den Reihen des TuS Löhnberg.